Boys‘ Day 2015: Hundstorfer: Wir brauchen mehr Männer als Kindergärtner, Volksschullehrer und Pfleger

3.000 Burschen lernten Jobmöglichkeiten in Gesundheitszentren, Pflegeheimen, Kindergärten und Volksschulen kennen

Bereits zum achten Mal fand heute der vom Sozialministerium initiierte und koordinierte bundesweite Aktionstag „Boys‘ Day“ statt, um mehr männliche Jugendliche für Erziehungs- und Pflegeberufe zu interessieren. 354 Kindergärten, Senioren- und Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser und Ausbildungseinrichtungen für soziale Berufe öffneten österreichweit ihre Tore, um den Burschen einen Einblick in ihre Arbeit zu geben und sie für eine Ausbildung bzw. eine Arbeit in einem „männeruntypischen“ Beruf zu begeistern. „Die hohe Zahl von fast 4.300 interessierten Burschen, die Einrichtungen besucht haben bzw. an Workshops teilgenommen haben, ist ein deutliches Zeichen, dass auch für junge Männer ein Job in sozialen Berufen interessant ist. Wir brauchen viel mehr Männer als Kindergartenpädagogen, Volksschullehrer oder im Pflegebereich. Die männlichen Jugendlichen haben eine Vielzahl an Talenten, beschränken sich aber in ihrer Berufswahl viel zu sehr auf ein schmales Segment -, wie Mechaniker etc. Dabei sind zum einen die männlichen Jugendlichen gerade in der Pflege und Erziehung sehr gefragt und zum anderen die Jobchancen im Verhältnis zu den sogenannten „klassischen Männerberufen“ aussichtsreicher“, erklärte Sozialminister Rudolf Hundstorfer, der heute bei der zentralen Veranstaltung des Sozialministeriums, im Pflegeheim Baumgarten, mit von der Partie war und intensiv mit den teilnehmenden Burschen diskutierte. ****

Im Rahmen des Aktionstages Boys‘ Day wurden auch heuer wieder zahlreiche Schnuppermöglichkeiten in verschiedenen Einrichtungen in ganz Österreich, wie Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern oder Altenheimen angeboten. Dabei stellten vorzugsweise männliche Mitarbeiter den zehn bis achtzehnjährigen Teilnehmern ihren Beruf in der Praxis vor und sprachen mit ihnen über ihre Erfahrungen in diesen Sozialberufen. Workshops für Burschen zur Vor- und Nachbereitung der Einrichtungsbesuche beschäftigen sich mit Arbeits-, Berufs- und Zukunftsvorstellungen sowie Männlichkeitsbildern und Vorbildrollen der jungen Teilnehmer. Viele Sozialeinrichtungen wünschen sich, mehr männliche Bewerber zu gewinnen. Die Zusammenarbeit mit dem Boys‘ Day ist eine sehr gute Möglichkeit, darin mittelfristig erfolgreicher zu werden.

Boys‘ Day-Veranstaltung des Sozialministeriums im Pflegewohnhaus Baumgarten in Wien

Die zentrale Veranstaltung zum Boys‘ Day hat in diesem Jahr im Pflegewohnhaus Baumgarten im 14. Bezirk in Wien stattgefunden. Über 100 Burschen aus drei Neuen Mittelschulen konnten die Arbeit in einer Pflegeinrichtung direkt und unmittelbar vor Ort kennenlernen. Im Anschluss an die Begrüßung durch Sozialminister Rudolf Hundstorfer hat ein interaktives Forumtheater zur thematischen Sensibilisierung der Buben und Burschen stattgefunden. Auf den Stationen und in den Wohnbereichen des Pflegewohnhauses Baumgarten konnten Erfahrungen in der Arbeit mit älteren bzw. bedürftigen Menschen gesammelt werden.

Der nächste Boys‘ Day findet Anfang November 2016 statt.

Rückfragehinweis:
Sozialministerium
Mag.a Elisabeth Kern
Pressesprecherin des Sozialministers
0043-1-71100-2247
www.sozialministerium.at
www.facebook.com/sozialministerium

Emissionstrends 1990-2013


Die Österreichische Luftschadstoff-Inventur im Überblick

© Andrea Bulfon

Wien, 23. September 2015 – Im Trendbericht gibt das Umweltbundesamt einen Überblick über die Entwicklung der Luftschadstoffemissionen in Österreich und deren Verursacher. Die Emissionsdaten der Ozonvorläufersubstanzen, versauernd und eutrophierend wirkenden Luftschadstoffe, Schwermetalle, persistenten organischen Schadstoffe (POPs) sowie von Staub und Treibhausgasen werden analysiert und Umweltzielen gegenübergestellt.

Grundlage für diesen Bericht sind die aktuellen Ergebnisse der Österreichischen Luftschadstoff-Inventur (OLI), die jährlich vom Umweltbundesamt erstellt wird. Der aktuelle Bericht umfasst die Emissionen der Jahre 1990 bis 2013.

Schwefeldioxid, NMVOC und Stickoxide

Der maximale Ausstoß von Schwefeldioxid (SO2), Stickoxiden (NOx), Ammoniak (NH3) und organischen Verbindungen ohne Methan (NMVOC) ist in allen EU Mitgliedstaaten seit 2010 verbindlich limitiert. Seit 1990 konnten diese um bis zu 77% reduziert werden. Bei SO2 und NMVOC werden die Höchstmengen im Jahr 2013 unterschritten, bei NH3 eingehalten. Anders bei den Stickoxiden (NOx), für die im Jahr 2013 ein Ausstoß von rund 136.000 Tonnen berechnet wurde. Die NOx-Emissionen liegen trotz sinkendem Trend deutlich über dem rechtlich zulässigen Höchstwert. Hauptursache für diese Emissionsüberschreitungen ist der Straßenverkehr, insbesondere die hohen Emissionen von Diesel betriebenen Kfz.

Staub, Schwermetalle und POPs

Die Staubemissionen (Total Suspended Particles, TSP) konnten von1990 bis 2013 um 8,0 % reduziert werden. Im Jahr 2013 lagen sie bei 56.600 Tonnen. 33.000 Tonnen davon wurden als Feinstaub (PM10) emittiert und 18.200 Tonnen in Form von Feinststaub (PM2,5). Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Staubemissionen in allen wesentlichen Verursachersektoren (Industrie, Verkehr, Landwirtschaft und Kleinverbrauch) geringfügig. Im Sektor Verkehr gehen die Emissionen durch technologische Verbesserungen bei der Abgasnachbehandlung seit 2004 zurück.

Die Schwermetallemissionen gingen seit dem Jahr 1990 um bis zu 93% zurück. Verantwortlich dafür sind Emissionsminderungsmaßnahmen wie die Rauchgasreinigung und der verringerte Einsatz von Kohle, Koks und schwerem Heizöl. Auch das das Verbot von bleihaltigem Benzin trug entscheidend zu diesem starken Rückgang bei. Bei den Persistenten Organischen Schadstoffen (POPs) reduzierten sich die Emissionen der Polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAKs) gegenüber 1990 um 56 %, jene der Dioxine und Furane um 77 % und jene von Hexachlorbenzol um 55 %. Am stärksten konnten die POPs-Emissionen in den 1990er Jahren, u.a. durch Beschränkungen und Verbote, verringert werden. Seither schwanken die Emissionen nur verhältnismäßig leicht.

Quelle: Österreichische Luftschadstoff-Inventur (OLI)

Der Trendbericht basiert auf Daten der Österreichischen Luftschadstoff-Inventur, die das Umweltbundesamt jährlich erstellt. Darin werden die Emissionen aller Luftschadstoffe, die einer gesetzlichen Regelung unterliegen (National Emission Ceilings, 2001/81/EG, national umgesetzt im Emissionshöchstmengengesetz-Luft, EG-L; BGBl. I Nr. 34/2003), entsprechend internationaler Vorgaben berechnet und dokumentiert. Die erhobenen Daten dienen als Grundlage für die offiziellen Berichte an die Europäische Union und für die Entwicklung von Maßnahmen in Österreich und Europa.

Das Umweltbundesamt in Kürze

Das Umweltbundesamt, Österreichs führende ExpertInnen-Einrichtung für Umweltthemen, feiert im Jahr 2015 sein 30jähriges Bestehen. Mit über 450 MitarbeiterInnen aus 55 wissenschaftlichen Disziplinen zählt es heute zu den größten Arbeitgebern Österreichs im Umweltbereich. In seiner 30jährigen Geschichte hat das Unternehmen mit seiner Expertise Umweltschutz und -kontrolle in Österreich und Europa entscheidend mitgestaltet. Das Umweltbundesamt entwickelt Strategien und Lösungen für EntscheidungsträgerInnen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft um Herausforderungen wie dem Klimawandel, der Ressourcenknappheit oder der Energiewende zu begegnen. International ist das Umweltbundesamt in über 200 Netzwerken und Gremien aktiv und berät unter anderem das Europäische Parlament und die EU-Kommission.

Weitere Informationen:

Inge Zechmann, Pressestelle Umweltbundesamt, Tel.: 01/313 04-5413

Freizeithalle in Unterpremstätten für zwei Monate befristet GVS-Asylquartier

Einvernehmen zwischen Eigentümer und BMI hergestellt – Befristet für zwei Monate. Einrichtung wird kein Dauerquartier

Die Freizeithalle am Schwarzlsee in Unterpremstätten wird vorübergehend für zwei Monate als Asylquartier in der Grundversorgung verwendet. Darauf haben sich heute vertraglich das Innenministerium und die Eigentümer der Freizeithalle, die Leutgeb Entertainment Group GmbH, geeinigt.

Demnach kann die Einrichtung für die nächsten zwei Monate für die Unterbringung von Personen, die sich in der Grundversorgung befinden, vom BMI verwendet werden. Betrieben wird dieses Asylquartier vom Arbeitersamariterbund (ASBÖ).

Das Innenministerium dankt allen Beteiligten – dem Land Steiermark, der Gemeinde Unterpremstätten, dem Arbeiter-Samariter-Bund sowie dem Eigentümer der Halle – für das Zustandekommen dieses zeitlich befristeten Asylquartiers sowie für die Versorgung, Betreuung und Unterbringung von Flüchtlingen. Diese gemeinsame Zusammenarbeit ist unerlässlich für die Bewältigung dieser großen Herausforderung.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Inneres
Mag. Alexander Marakovits
Sprecher des Ministeriums
Tel.: +43-1-53126-2488
alexander.marakovits@bmi.gv.at
www.bmi.gv.at

Bundesministerium für Inneres
Kompetenzcenter Kommunikation
Pressestelle
Tel.: +43-(0)1-53 126-2488
pressestelle@bmi.gv.at
www.bmi.gv.at

Artikel Nr: 12879 vom Mittwoch, 23. September 2015, 18:38 Uhr.

Mikl-Leitner: Österreich bleibt hart bei Dublin

Quote wäre Anfang vom Ende der Asylwanderungen

„Die aktuelle Entwicklung legt nahe, dass die Menschen auch in Kroatien und Slowenien kaum Asylanträge stellen werden. Dafür fehlt mir jedes Verständnis“, so Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, „Das was hier vor sich geht, hat nichts mehr mit Schutzsuche zu tun.
Niemand wird noch irgendjemandem erklären können, dass Kroatien oder Slowenien unsichere Länder sind, in denen man keine Zukunft hat.“ Dennoch werden auch dort wohl kaum ein Asylanträge gestellt. „Dafür hat niemand mehr Verständnis. Das ist keine Schutzsuche mehr, sondern Asyl-Optimierung“, so Mikl-Leitner, „Daher wird Österreich hart an Dublin festhalten. Jeder kann selbstverständlich einen Asylantrag in Österreich stellen, aber ebenso selbstverständlich wird bei jedem einzelnen ein Dublin-Verfahren zur Rückstellung nach Kroatien ode Slowenien eingeleitet.“

Alle europäischen Länder, die diese Fehl-Entwicklung beenden wollen, „sollten der Quote zustimmen. Die Quote wäre der Anfang vom Ende dieser Asylwanderungen“, so die Innenministerin, „wenn 120.000 Menschen auf alle Staaten, also auch auf weniger attraktive Länder, vertreilt werden. Dann wird mit einem Schlag klar demonstriert: In Europa gibt es das Recht auf Schutz, aber nicht das Recht, sich das attraktivste Land dafür auszusuchen.

Dann „werden sich jene Menschen, denen es nicht um Schutz, sondern um wirtschaftliche Motive geht, schnell überlegen, dieses Risiko einzugehen“, so Mikl-Leitner, denn „für Verfolgte bringt eine Quote Sicherheit und Schutz und für Auswanderer aus wirtschaftlichen Gründen bringt sie Unsicherheit.“

Abschließend hält die Innenministerin fest: „Die Quote und Milliarden-Investitionen in die Flüchtlingslager rund um Syrien, können diese Ströme relativ rasch beenden. Das sind die stärksten Antworten, die auch wirklich etwas verändern. Und die liefern wir Europäer und nicht die Nationalisten, die die Konflikte noch verschärfen.“

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Inneres
Hermann Muhr
Pressesprecher der Bundesministerin
+43-(0)1-53126-2017
hermann.muhr@bmi.gv.at

Artikel Nr: 12848 vom Samstag, 19. September 2015, 14:02 Uhr.
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