Notarztdienste gelten in Zukunft als freiberufliche Tätigkeit – Gesetzesnovelle soll Klarheit bringen

Sozialrechtsänderungsgesetz in Begutachtung – Kindererziehungszeiten sollen wieder für Pensionsanspruch eingerechnet werden

„Mit heutigem Tag geht das Sozialrechtsänderungsgesetz 2015 (SRÄG) in Begutachtung. Mit dieser Gesetzesnovelle wird klargestellt, dass nebenberufliche notärztliche Tätigkeiten für Blaulichtorganisationen in Zukunft als selbstständige Tätigkeiten gelten und daher vom ASVG ausgenommen sind“, erläuterte Sozialminister Rudolf Hundstorfer zum Begutachtungsentwurf. Ärzte, die nebenberuflich als Notärzte arbeiten, werden für diese Tätigkeiten ab kommendem Jahr als freiberuflich Selbstständige geführt. Damit sei klargestellt, dass bei Spitalsärzten Einsätze als Notärzte bei Rettungsorganisationen nicht mit ihrer Arbeitszeit in den Krankenanstalten zusammen gerechnet werden können. Die Begutachtungsfrist läuft nun zwei Wochen. Die Gesetzesnovelle soll ab 1.1.2016 gelten. ****

Eine weitere Klarstellung erfolgt bei der Anrechnung von Kindererziehungszeiten auf die Wartezeit für Pensionen. Aufgrund einer strengen Judikatur des Obersten Gerichtshofes aus dem Jahr 2012 konnten Kindererziehungszeiten nicht mehr angerechnet werden. Um einen Anspruch auf eine Eigenpension zu erhalten, muss man zumindest 15 Versicherungsjahre vorweisen können. Hat eine Frau weniger als diese 15 Jahre und ein Kind, so wurden nach dem Spruch des OGHs diese Ersatzzeiten nicht mehr berücksichtigt. Mit der Novelle des SRÄG 2015 wird nun klargestellt, dass auch bei weniger als 15 Versicherungsjahren pro Kind vier Jahre für die Pension angerechnet werden. Hat eine Frau beispielsweise 11 Jahre Versicherungszeiten und ein Kind, dann hat sie die Wartezeit erfüllt und einen Anspruch auf eine eigene Pension.

Die Novelle des SRÄG bringt auch eine Verwaltungsvereinfachung, da das Heeresversorgungsgesetz in die AUVA transferiert wird. „Durch die Übertragung an die AUVA sind auf Grund der enormen Erfahrungen im Unfallversicherungsrecht sowohl erhebliche Synergieeffekte bei der Administration der Einzelfälle als auch eine Reduktion im Bereich des Personalbedarfes zu erwarten“, so der Minister. Nach den bisherigen Bestimmungen des Heeresversorgungsgesetzes (HVG) werden Gesundheitsschädigungen, die Soldaten und Soldatinnen insbesondere infolge des Präsenz- oder Ausbildungsdienstes erleiden, finanziell entschädigt. Zum 1. Jänner 2015 bezogen 1.818 Beschädigte und Hinterbliebene eine Rentenleistung nach dem HVG. Durch die Novelle sollen nun die bisher vom HVG erfassten Personen in die Zuständigkeit der AUVA mittels des Heeresentschädigungsgesetzes (HEG) kommen.

Dadurch sollen künftig geschädigte PräsenzdienerInnen und sonstige Anspruchsberechtigte des bisherigen HVG grundsätzlich den gesetzlich Unfallversicherten gleichgestellt werden und die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung nach dem ASVG von der AUVA zuerkannt bekommen.

Ebenso soll die AUVA künftig auch für die Abwicklung der diversen gesetzlichen Leistungsansprüche (Rente, sonstige Dauerleistungen, einkommensabhängige Leistungen) der bereits nach dem HVG anerkannten Anspruchsberechtigten zuständig sein. Deren Ansprüche sollen gewahrt werden und die Renten und sonstigen wiederkehrenden Geldleistungen weiterhin jährlich angepasst werden.

Das SRÄG 2015 sieht auch vor, dass SexdienstleisterInnen als Selbstständige zu sehen sind. Die Menschenrechtskonvention sieht ganz klar ein Recht auf sexuelle Selbstbestimmung vor. Deshalb könne auch niemand als DienstnehmerIn – und damit unselbstständig – beschäftigt sein. So wird im Sozialversicherungsrecht klargestellt, dass SexdienstleisterInnen Selbstständige sind.

Auch für die Bauern gibt es Änderungen. Die Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) vernetzt sich hinkünftig mit der AMA und Finanz, um so direkt Infos über Förderungen und Einheitswerte zu bekommen. Damit und mit Klarstellungen für die Vollziehung wird die Feststellung der Beitragsgrundlagen deutlich beschleunigt und vereinfacht. Um jedoch Härtefälle durch Verlust- oder Eintritt in die Pflichtversicherung zu vermeiden, wurden Übergangsbestimmungen vorgesehen. (Schluss)

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Mag. Norbert Schnurrer
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Hundstorfer: Rechtsanspruch auf ein Basiskonto ab heute in Begutachtung

Kosten für sozial- bzw. wirtschaftlich Benachteiligte bei 40 Euro – Basiskonto bietet alle Funktionen außer Überziehungsrahmen

Das Sozialministerium hat heute einen Entwurf für das Verbraucherzahlungskontogesetz zur Begutachtung verschickt. Mit diesem Gesetz wird die Zahlungskontenrichtlinie der EU in Österreich umgesetzt. Jedem Verbraucher, jeder Verbraucherin, der/die sich rechtmäßig in der Europäischen Union aufhält, wird das Recht auf ein Zahlungskonto bei einem österreichischen Kreditinstitut eingeräumt. „Mit dem neuen Basiskonto helfen wir daher nicht nur Personen, die bisher kein Konto hatten. Es ist auch ein Angebot an all jene VerbraucherInnen, die ohnehin keinen Überziehungsrahmen eingeräumt erhalten und die sich mit dem Basiskonto im Durchschnitt die Hälfte ihrer bisherigen Kontokosten ersparen können“, hebt Sozialminister Rudolf Hundstorfer hervor. Das Basiskonto bietet alle Funktionen, außer einen Überziehungsrahmen. Das Basiskonto soll es ab Mitte September 2016 geben. „Dabei möchte ich mich vor allem bei den VertreterInnen der Banken bedanken, die sich zu dieser sozialen Maßnahme bereit erklärt haben.“ Der Begutachtungsentwurf wurde im Vorfeld mit VertreterInnen der Sparte Banken in der WKO, der FMA, der Bundesarbeiterkammer, der Schuldenberatungen und der befassten Ministerien erarbeitet und abgestimmt. ****

Der Kernbereich des Gesetzes sind die Regelungen zu so genannten Basiskonten. Damit haben in Zukunft beispielsweise auch AsylwerberInnen, Obdachlose, verschuldete Personen oder VerbraucherInnen aus anderen Mitgliedstaaten der EU, die in Österreich keinen Wohnsitz oder Arbeitsplatz haben, einen gesetzlichen Anspruch auf ein Girokonto. Diesen Personengruppen wurde bisher häufig ein Konto entweder überhaupt verwehrt oder nur zu sehr nachteiligen Bedingungen eingeräumt. Dadurch konnten die Betroffenen nur sehr eingeschränkt am sozialen und wirtschaftlichen Leben teilnehmen. So setzen beispielsweise Arbeitsverträge, finanzielle Leistungen des Staates, Mietverträge, Verträge über Strom, Wasser und Telefon und der gesamte Bereich des Internethandels im Normalfall ein Bankkonto voraus, über das Überweisungen, Lastschriften oder Kartenzahlungen abgewickelt werden können. Ohne Konto ist ein Zugang zu diesen elementaren Diensten und Leistungen bisher kaum möglich gewesen.

Bei dem neuen Basiskonto muss das Kreditinstitut dem Kontoinhaber mit Ausnahme eines Überziehungsrahmens alle in der Praxis wesentlichen Zahlungsdienste einschließlich einer Bankomatkarte für eine unbeschränkte Zahl von Zahlungsvorgängen zur Verfügung stellen. Das dafür pro Jahr insgesamt verrechnete Entgelt darf weder den Betrag von 80 Euro noch die jährlichen Kontokosten übersteigen, die der Verbraucher bei dem für ihn günstigsten der aktuell vom Kreditinstitut angebotenen normalen Zahlungskonten zu zahlen hätte. Für sozial oder wirtschaftlich besonders schutzbedürftige VerbraucherInnen beträgt die absolute Entgeltobergrenze pro Jahr 40 statt 80 Euro. Welche VerbraucherInnen als besonders schutzbedürftig gelten, hat das Sozialministerium mit Verordnung festzulegen. Gedacht ist beispielsweise an BezieherInnen einer Mindestpension, einer Mindestsicherung oder einer Notstandshilfe sowie an AsylwerberInnen, Obdachlose oder von einem Privatkonkurs betroffene Personen.

Verbesserungen und mehr Rechte für BankkundInnen

Neben dem Recht auf ein Basiskonto wird das neue Gesetz für VerbraucherInnen auch noch eine Reihe weiterer Verbesserungen bringen:

– Um einen einfachen und zuverlässigen Preisvergleich zu ermöglichen, müssen den VerbraucherInnen vor Vertragsabschluss und später mindestens einmal jährlich Entgeltinformationen und Entgeltaufstellungen in einer einheitlichen Terminologie und in einem einheitlichen Format mitgeteilt werden. Außerdem wird die Bundesarbeitskammer mit dem Betrieb einer Website beauftragt, auf der man mit Hilfe der jährlichen Kontokosten als „Schlüsselindikator“ die Entgelte vergleichen kann, die in Österreich für Zahlungskonten verlangt werden. Diese Vergleichswebsite soll wechselwilligen BankkundInnen einen Überblick über das für sie passendste und günstigste Kontoprodukt bieten.

– Damit man ohne Schwierigkeiten die jeweils günstigsten Angebote am Markt nutzen kann, müssen die Banken ihren KundInnen einen Service zur Verfügung stellen, der alle mit einem Kontowechsel verbundenen Umstellungen und Verständigungen dritter Personen umfasst – ein standardisiertes Wechselprocedere.

– Wenn das Konto am Jahresende seit mehr als drei Monaten durchgehend mit mehr als dem eineinhalbfachen der durchschnittlichen monatlichen Kontoeingänge überzogen ist, muss die Bank den KundInnen Informationen zu mindestens einem Ratenkredit mitteilen, mit dem der Kreditbedarf der KundInnen kostengünstiger als mit der bestehenden Überziehung abgedeckt werden könnte. Außerdem muss den KundInnen eine individuelle Beratung über günstigere Kreditprodukte angeboten werden. Damit sollen VerbraucherInnen vor hohen Überziehungskosten geschützt und der Gefahr einer beginnenden Überschuldung vorgebeugt werden: das Ausnutzen des Überziehungsrahmens auf Dauer ist im Normalfall deutlich teurer für die BankkundInnen als ein Konsumkredit über denselben Betrag. (Schluss)

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Sozialministerium zu Rechnungshof-Bericht: Prüfbehörde des ESF wurde neu ausgerichtet

Europäische Kommission bestätigt funktionierende Prüftätigkeit

Das Sozialministerium hält zum heute vom Rechnungshof veröffentlichten Bericht fest, dass die Kritikpunkte die Vergangenheit betreffen und mehrheitlich bereits ausgeräumt seien. Die Anregungen des Rechnungshofes seien in die Reformanstrengungen eingeflossen. Die Umsetzung der neuen Periode unterliege bereits überarbeiteten Kriterien, heißt es aus dem Sozialministerium. Die ursprünglich komplexe Umsetzung wurde durch eine Reduktion der Anzahl an Partnern und dem Verschlanken der Prozesse erreicht. Die Reorganisation der Prüfbehörde war erfolgreich, es gingen keine Gelder verloren. Auch die Stellungnahme der Europäischen Kommission zum letzten Kontrollbericht bestätigt das. ****

Die ESF-Mittel der letzten Periode in der Höhe von ca. 525 Millionen Euro wurden zur Gänze ausgeschöpft und für wichtige Maßnahmen im Bereich Beschäftigung und Bildung eingesetzt. „In der neuen Periode werden die Schwerpunkte in den Bereichen Bildung, Armutsbekämpfung, Ältere und Gleichstellung gesetzt“, heißt es aus dem Sozialministerium. Der ESF ist ein wichtiges Kriseninstrument und mit der Neuausrichtung auch sehr gut aufgestellt. (Schluss)

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Hundstorfer: Potenzial an erwerbsfähigen Asylberechtigte steigt auf 30.000 nicht die Zahl an arbeitslosen Flüchtlinge um 30.000

Sozialminister Rudolf Hundstorfer sagte heute im parlamentarischen Sozialausschuss, dass im Laufe „der kommenden Monate bzw. des kommenden Jahres das Potenzial an Asylberechtigten im erwerbsfähigen Alter auf rund 30.000 steigen kann“ und nicht wie die Parlamentarischen Korrespondenz meldete, dass die Zahl der beim AMS vorgemerkten Flüchtlinge um 30.000 steigen wird, heißt es in einer Aussendung des Sozialministeriums. Die Schätzungen des Innenministeriums gehen von 80.000 Asylwerbern aus; von den Personen, die dann tatsächlich Asyl bekommen, könnten rund 30.000 im erwerbsfähigen Alter sein, der Rest sind Kinder oder Alte. Von den 30.000 Asylberechtigten werden viele beim AMS vorgemerkt sein, heißt es abschließend in der Aussendung. (Schluss

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Hundstorfer: Wissenschaftspreis untermauert Interesse des Bundes an wissenschaftlicher Forschung und Vernetzung

Vier NachwuchsforscherInnen mit JungakdemikerInnenpreis des Sozialministeriums ausgezeichnet

Sozialminister Rudolf Hundstorfer hat gestern Abend erstmalig den „Wissenschaftspreis des Sozialministeriums für JungakademikerInnen“ vergeben. Der mit 5.000 Euro datierte erste Preis ging an Christoph Gretzl für seine Diplomarbeit an der TU Wien zum Thema „Der gesamtwirtschaftliche Nutzen von 24‐h Pflege‐ und Betreuungsdiensten im Vergleich zu stationären Pflegeangeboten“. Den zweiten Preis und 3.000 Euro erhielt Birgit Schrattbauer für ihre Dissertation an der Paris-Lodron-Universität Salzburg zum Thema „Arbeitskräfteüberlassung: Chance oder Risiko für Problemgruppen des Arbeitsmarktes?“. Über den 3. Preis und insgesamt 1.000 Euro konnten sich Stefanie Gerold und Matthias Nocker für ihre Master-These an der WU Wien zur Frage der Arbeitszeitreduzierung in Österreich freuen. Ausgewählt wurden die PreisträgerInnen von einer unabhängigen Jury aus ExpertInnen auf dem Gebiet der Sozialpolitik und der Gesellschaftswissenschaften unter dem Vorsitz der ehemaligen Sozialministerin Lore Hostasch. ****

In seiner Rede wies Sozialminister Rudolf Hundstorfer auf die Bedeutung sozial- und geisteswissenschaftlicher Forschung für die Politik hin. „Fundierte wissenschaftliche Forschung liefert eine fundierte Basis für politische Entscheidungsträger. Der wissenschaftliche Blick von außen ermöglicht das Erkennen neuer Lösungswege. Es braucht den kritisch analytischen Blick in der Entscheidungsfindung. Die Arbeiten der HauptpreisträgerInnen analysieren die brennendsten Themen meines Hauses: Neue Wege für mehr Beschäftigung sowie die Verbesserung und den Ausbau des Pflegeangebots. Die Erkenntnisse aus den eingereichten Arbeiten werden mit Sicherheit in den künftigen Diskussionsprozess zu diesen Themen einfließen. Die große Anzahl von mehr als 200 eingereichten abgeschlossenen Master-, Diplomarbeiten und Dissertationen macht die gesellschaftliche Relevanz von sozialen Fragestellungen deutlich und ermuntert mich auch nächstes Jahr einen Preis für 2017 auszuloben“, erklärte Sozialminister Rudolf Hundstorfer, der auch auf die hohe wissenschaftliche Qualität aller eingereichter Arbeiten hinwies. „Diese Leistungsschau sozialwissenschaftlicher Forschung aus vielen Disziplinen ist der beste Beweis, wie wichtig eine noch engere Kooperation von akademischer Wissenschaft und Politik ist“, so Hundstorfer.

Hostasch: Synergien zwischen Politik und Wissenschaft stärker nutzen

Die Vorsitzende der Jury, Sozialministerin a.D. Lore Hostasch, wies darauf hin, dass sich die politischen EntscheidungsträgerInnen mit immer komplexeren nationalen und internationalen Fragestellungen konfrontiert sehen. „Für die Politik wird eine wissenschaftsbasierte Entscheidungsgrundlage immer wichtiger. Entscheidungen aus dem Bauch heraus werden künftig immer weniger funktionieren. Erste Adressaten einer verstärkten Wissenschaftsbasierung sind neben der Politik, der Beamtenschaft und der Sozialpartner auch NGO’s. Aber auch die WissenschafterInnen müssen sich noch stärker ihrer bedeutenden Rolle bei der Erarbeitung von fundierten Entscheidungsgrundlagen für die Politikgestaltung bewusst werden. Der Preis des Sozialministeriums ist daher ein deutliches Signal dafür, Synergien zwischen Wissenschaft und Politik verstärkt zu nutzen“, sagte Juryvorsitzende Hostasch.

Die Abstracts aller Arbeiten und die mehrseitigen Zusammenfassungen der PreisträgerInnen sowie von 23 weiteren, von der Jury besonders gewürdigten bzw. wissenschaftlich interessanten Arbeiten sind auf der Broschürenseite des Sozialministeriums https://broschuerenservice.sozialministerium.at zum Download bzw. zur Bestellung bereitgestellt. (schluss)

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Sozialministerium: Lehre für jugendliche AsylwerberInnen nun auch in Mangelberufen möglich

Ab sofort können jugendliche AsylwerberInnen bis 25 Jahre auch in Mangelberufen eine Lehre beginnen und nicht mehr nur in Berufen mit Lehrlingsmangel, gibt am Dienstag das Sozialministerium bekannt. Damit wird eine entsprechende Vereinbarung in der Regierungsklausur Mitte September umgesetzt. Per Erlass werden die Bewilligungsmöglichkeiten auch auf jene Berufe ausgedehnt, die in der jährlichen Mangelberufsliste stehen. ****

Ab sofort sind Bewilligungen für Lehrstellen möglich, bei denen auf regionaler Ebene ein Lehrlingsmangel festgestellt wird wie beispielsweise in Tourismusberufen im Westen Österreichs. Mit dem Erlass ist es für AsylwerberInnen auch möglich, eine Lehre in allen Mangelberufen zu beginnen, die mit der Fachkräfteverordnung (Mangelberufsliste) für das gesamte Bundesgebiet jährlich festgestellt werden und für die eine Lehrausbildung Voraussetzung sind. Solche Mangelberufe sind derzeit u.a. Starkstromtechniker, Fräser oder Dachdecker, heißt es in der Aussendung.

In allen Fällen ist eine Arbeitsmarktprüfung vorgeschaltet: Der Lehrbetrieb erhält die Beschäftigungsbewilligung für jugendliche AsylwerberInnen also nur dann, wenn das AMS keine inländischen oder integrierten ausländischen Jugendlichen vermitteln kann. Außerdem muss der sozialpartnerschaftliche AMS-Regionalbeirat einhellig zustimmen. (Schluss)

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EU-Sozialminister diskutieren arbeitsmarkt- und sozialpolitische Herausforderungen in Anbetracht der aktuellen Flüchtlingssituation

Hundstorfer zu Asylwerbern – Gesamteuropäische Lösung notwendig – Verteilung von Asylwerbern lösen – dann Arbeitsmarktzugang diskutieren

Die arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Herausforderungen, die mit der aktuellen Flüchtlingsbewegung einhergehen, sind auch das zentrale Thema bei den Beratungen der Ministerinnen und Minister im heute in Luxemburg stattfindenden EU-Beschäftigungsrat (EPSCO). Wesentliche Themen, die in diesem Zusammenhang angesprochen werden umfassen neben den Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration, Arbeitsvermittlung, Asylverfahren, Sprachförderung, die Rolle von Arbeitgebern und Sozialpartnern sowie Maßnahmen zur Berufsausbildung. Sozialminister Rudolf Hundstorfer: „Die Flüchtlingskrise werden wir nur gemeinsam bewältigen können. Eine rasche Integration und die Teilhabe von Asylberechtigten am wirtschaftlichen Leben stellen dabei wesentliche Faktoren dar. Wir müssen Flüchtlinge von Anfang an bestmöglich dabei unterstützen, schnell am Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können.“

Sozialminister Rudolf Hundstorfer sieht angesichts der Flüchtlingskrise derzeit keinen Änderungsbedarf am Arbeitsmarkt in Österreich. Zunächst müsse die Verteilung der 120.000 Flüchtlinge auf die EU-Staaten vollzogen werden. Es könne in Wahrheit nur eine gesamteuropäische Lösung geben. „Bevor wir über den Arbeitsmarktzugang von Asylwerbern vertieft diskutieren, müssen wir die Vollziehung des Aufteilungsschlüssels im Vordergrund haben“, betonte der Minister. Dann folge der nächste Schritt des Arbeitsmarktzugangs. Aber „ich sehe im Moment keinen Änderungsbedarf“.

Im Rahmen der Ratstagung erfolgt außerdem eine erste Orientierungsdebatte zur vorgeschlagenen Ratsempfehlung zur Wiedereingliederung von langzeitarbeitslosen Menschen in den Arbeitsmarkt. Zur Erreichung dieses Ziels schlägt die Kommission im Kern drei Maßnahmen vor: Förderung der Registrierung von Langzeitarbeitslosen bei einer Arbeitsverwaltung; Bewertung von individuellen Bedürfnissen und Potentialen, bevor eine Arbeitslosigkeit von 18 Monaten besteht; Angebot einer Eingliederungsvereinbarung. Minister Hundstorfer begrüßt die Initiative und weist darauf hin, dass die im EU-Vergleich sehr geringe Langzeitarbeitslosigkeit in Österreich auf einem präventiven Ansatz beruht, der in den meisten Fällen die Entstehung von Langzeitarbeitslosigkeit verhindert.

Im Vorfeld der Ratstagung findet das erste Treffen der Beschäftigungs- und Sozialministerinnen der Euro-Zone statt. Im Mittelpunkt steht die Frage der Vertiefung der sozialen Dimension der Wirtschafts- und Währungsunion. Hundstorfer: „Leider ist es Faktum, dass sozial- und beschäftigungspolitische Auswirkungen in der bisherigen Ausrichtung der EU-Wirtschaftspolitik (Stichwort: Sparprogramme) zu wenig berücksichtigt wurden. Die EU muss Ergebnisse liefern, die für die EU-BürgerInnen einen Mehrwert darstellen und konkret zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen ihrer BürgerInnen beitragen.“ (Schluss)

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Aviso: Morgen Verleihung des Wissenschaftspreises des Sozialministeriums für JungakademikerInnen

Sozialminister Hundstorfer zeichnet Forschungsarbeiten zur Sozialpolitik aus

Das Sozialministerium vergibt heuer erstmalig einen Wissenschaftspreis für JungakademikerInnen. Der mit 9.000 Euro dotierte Preis soll das Interesse der (Nachwuchs-) Forschung und der breiten Öffentlichkeit für sozialpolitische Themen stärken. Überreicht werden die Preise morgen Nachmittag von Sozialminister Rudolf Hundstorfer.****

Eingereicht wurden rund 200 abgeschlossene Master-, Diplom- oder Dissertationsarbeiten Eine unabhängige Jury aus ExpertInnen auf dem Gebiet der Sozialpolitik und der Gesellschaftswissenschaften nominierte aus allen Einreichungen die besten 15 Arbeiten und daraus drei PreisträgerInnen.

Das Sozialministerium lädt die VertreterInnen der Medien herzlich zur feierlichen Ehrung und Auszeichnung der von der Jury nominierten Arbeiten und Prämierung der PreisträgerInnen in den Marmorsaal des Regierungsgebäudes ein.

Um Anmeldung unter kommunikation@sozialministerium.at wird gebeten.

Verleihung des Wissenschaftspreises des Sozialministeriums für
JungakademikerInnen

Datum:   6.10.2015, um 17:00 Uhr
Ort:     Sozialministerium Marmorsaal 1. Stock – Zugang über den
Haupteingang des Regierungsgebäudes)
Stubenring 1, 1010 Wien
Url:     http://www.sozialministerium.at/site/Soziales/Wissenschaftspreis_fuer_JungakademikerInnen/

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Aviso Sozialministerium: Tagung „kinder.kommt.kauft. Junge VerbraucherInnen im Fokus der Wirtschaft“ am 7. Oktober in Wien – ANHANG

Tagung im Rahmen der Reihe „Konsumentenpolitik im Gespräch“ der Sektion Konsumentenpolitik

Die Sektion Konsumentenpolitik im Sozialministerium veranstaltet am 7. Oktober in der Tagungsreihe „Konsumentenpolitik im Gespräch“ die Fachtagung „kinder.kommt.kauft. Junge VerbraucherInnen im Fokus der Wirtschaft“. Ziel der Tagung ist es, die Rolle von Kindern und Jugendlichen in ihrer Eigenschaft als KonsumentInnen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten.****

Als bedeutende Käuferschicht werden Kinder und Jugendliche stark umworben, dabei stellt sich eine Vielzahl von Fragen, wie z.B. Sollten Kinder vor Werbung geschützt werden? Wo verläuft die Grenze der Zulässigkeit? Ist Werbung an Schulen lediglich ein Werbeumfeld wie jedes andere oder doch speziell zu beurteilen? Darüber hinaus werden mit Bankdienstleistungen und mobilen Internetanwendungen zwei Wirtschaftsbereiche thematisiert, die exemplarisch die Herausforderungen junger Kundinnen und Kunden bei ihrer Teilnahme am Wirtschaftskreislauf aufzeigen sollen.

Eröffnet wird die Tagung von Sozialminister Rudolf Hundstorfer.

Die VertreterInnen der Medien sind herzlich zur Tagung eingeladen.

Um Anmeldung unter www.sozialministerium.at/site/Service/Veranstaltungen/kinder_kommt_ka uft_Junge_VerbraucherInnen_im_Fokus_der_Wirtschaft

wird gebeten. (schluss)

Fachtagung „kinder.kommt.kauft. Junge VerbraucherInnen im Fokus der
Wirtschaft

Fachtagung zum Thema junge KonsumentInnen, veranstaltet von der
konsumentenpolitischen Sektion des Sozialministeriums.

Datum:   7.10.2015, 09:00 – 17:00 Uhr
Ort:     NH Danube City Hotel
Wagramer Straße 21, 1220 Wien
Url:     www.konsumentenfragen.at

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Sozialminister Hundstorfer präsentiert Dokumentarfilm „Wir begleiten alte Menschen. Einblicke in eine bunte Welt“

Dokumentation über Fachkräfte in der Altenarbeit

Seit 1990 ist der 1. Oktober weltweit der Internationale Tag der älteren Menschen. Mit diesem Tag würdigt die UNO die Leistungen der Älteren und den Gewinn, den sie für das gesellschaftliche Zusammenleben darstellen. Anlässlich des Internationalen Tages der älteren Menschen stellt Sozialminister Rudolf Hundstorfer heute Nachmittag einen im Auftrag des Sozialministeriums produzierten Dokumentarfilm über Fachkräfte, die ältere Menschen begleiten, vor. ****

Der Dokumentarfilm von Ulrich Kaufmann und Sigrid Friedmann „Wir begleiten alte Menschen. Einblicke in eine bunte Welt“, der heute im METRO Kinokulturhaus seine Premiere feiert, gibt jenen Personen ein Forum, die in einer demographisch alternden Gesellschaft immer wichtiger werden: Den Fachkräften in der Begleitung älterer Menschen.

In Interviews mit 18 Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Berufsgruppen beschreibt der Film die inneren und äußeren Kraftquellen, die für eine nachhaltige Berufsbegeisterung erforderlich sind, gibt Einblicke in die vielfältigen Möglichkeiten der Berufsgestaltung und zeigt auf, dass es sich lohnt, alte Menschen zu begleiten. Nicht zuletzt möchte der Film darüber informieren, welch wichtigen Beitrag zur Lebensqualität von Menschen im Alter diese Berufe leisten.

„Der Film zeigt, welch großes Engagement und Elan die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Tag legen, aber auch mit welchen Sorgen, Problemen und Schicksalen sie täglich konfrontiert sind. Der Film holt einige von ihnen vor den Vorhang, ich aber möchte aber allen in der Betreuung älterer Menschen Tätigen Danke sagen“, so Sozialminister Rudolf Hundstorfer.

Der Film und das Begleitbuch „Einblicke in eine bunte Welt“ können u.a. in der Ausbildung von Pflegekräften, Sozialbetreuerinnen und Sozialbetreuern, Ärztinnen und Ärzten oder auch im Fernsehen eingesetzt werden, z.B. als Einstieg für Diskussionen zu verschiedenen Aspekten in der Begleitung älterer Menschen.

Kostenlose Bestellungen sind ab sofort beim Broschürenservice des Sozialministeriums unter der Telefonnumer 0800 202074 oder im Internet https://broschuerenservice.sozialministerium.at möglich.(Schluss)

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Mag.a Elisabeth Kern
Pressesprecherin des Sozialministers
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