Im Netzwerk gegen Plastik-Verschmutzung

© Environment Protection Agency Ireland

Wien, 30. September 2015 – Von 24.-25. September trafen sich die Leiterinnen und Leiter der europäischen Umweltagenturen in Reykjavik (Island), um aktuelle Fragen des Umweltschutzes zu diskutieren und sich aktiv zu vernetzen. Eines der brennendsten Themen bei diesem Treffen des Netzwerks der europäischen Umweltagenturen (Network of Environmental Protection Agencies – EPA Network) war die Reduktion von Plastik und Mikroplastik in der Umwelt, die das Umweltbundesamt auf europäischer Ebene vorantreibt.

Aktuelle Studien aus Österreich zeigen, dass wir noch viel zu wenig darüber wissen, wie das Plastik in die Umwelt gelangt, wie es sich zusammensetzt und mit welchen Maßnahmen der Eintrag in die Umwelt reduziert und vermieden werden kann. Abhilfe soll eine länderübergreifende Interessensgruppe schaffen, die von den Mitgliedern des EPA-Netzwerks bei ihrem Treffen in Reykjavik ins Leben gerufen wurde und in der auch das österreichische Umweltbundesamtes vertreten ist. Ihre Aufgabe ist es, die Reduktion von Plastik in der Umwelt auf EU-Ebene zum Thema zu machen. Zu diesem Zweck ist noch heuer ein Treffen mit dem europäischen Umweltkommissar Karmenu Vella geplant. Die Interessensgruppe gibt den Rahmen für das Projekt „Eliminating Plastic Pollution“ vor, das noch im Oktober 2015 unter der Leitung des Umweltbundesamtes startet. ExpertInnen des Umweltbundesamtes entwickeln in diesem Projekt harmonisierte Methoden für die Probenahme, deren Analyse und Bewertung. Parallel dazu sind Dialoge mit Industrie, NGOs und BürgerInnen geplant.

Das Umweltbundesamt in Kürze

Das Umweltbundesamt, Österreichs führende ExpertInnen-Einrichtung für Umweltthemen, feiert im Jahr 2015 sein 30jähriges Bestehen. Mit über 450 MitarbeiterInnen aus 55 wissenschaftlichen Disziplinen zählt es heute zu den größten Arbeitgebern Österreichs im Umweltbereich. In seiner 30jährigen Geschichte hat das Unternehmen mit seiner Expertise Umweltschutz und -kontrolle in Österreich und Europa entscheidend mitgestaltet. Das Umweltbundesamt entwickelt Strategien und Lösungen für EntscheidungsträgerInnen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft um Herausforderungen wie dem Klimawandel, der Ressourcenknappheit oder der Energiewende zu begegnen. International ist das Umweltbundesamt in über 200 Netzwerken und Gremien aktiv und berät unter anderem das Europäische Parlament und die EU-Kommission.

Weitere Informationen:

Sabine Enzinger, Pressestelle Umweltbundesamt, Tel.: 01/31304-5488

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