Sozialministerium: Lehre für jugendliche AsylwerberInnen nun auch in Mangelberufen möglich

Ab sofort können jugendliche AsylwerberInnen bis 25 Jahre auch in Mangelberufen eine Lehre beginnen und nicht mehr nur in Berufen mit Lehrlingsmangel, gibt am Dienstag das Sozialministerium bekannt. Damit wird eine entsprechende Vereinbarung in der Regierungsklausur Mitte September umgesetzt. Per Erlass werden die Bewilligungsmöglichkeiten auch auf jene Berufe ausgedehnt, die in der jährlichen Mangelberufsliste stehen. ****

Ab sofort sind Bewilligungen für Lehrstellen möglich, bei denen auf regionaler Ebene ein Lehrlingsmangel festgestellt wird wie beispielsweise in Tourismusberufen im Westen Österreichs. Mit dem Erlass ist es für AsylwerberInnen auch möglich, eine Lehre in allen Mangelberufen zu beginnen, die mit der Fachkräfteverordnung (Mangelberufsliste) für das gesamte Bundesgebiet jährlich festgestellt werden und für die eine Lehrausbildung Voraussetzung sind. Solche Mangelberufe sind derzeit u.a. Starkstromtechniker, Fräser oder Dachdecker, heißt es in der Aussendung.

In allen Fällen ist eine Arbeitsmarktprüfung vorgeschaltet: Der Lehrbetrieb erhält die Beschäftigungsbewilligung für jugendliche AsylwerberInnen also nur dann, wenn das AMS keine inländischen oder integrierten ausländischen Jugendlichen vermitteln kann. Außerdem muss der sozialpartnerschaftliche AMS-Regionalbeirat einhellig zustimmen. (Schluss)

Rückfragehinweis:
Sozialministerium
Mag. Norbert Schnurrer
Pressesprecher des Sozialministers
(01) 71100-2246
www.sozialministerium.at
www.facebook.com/sozialministerium

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